Dorfgespräch

Die Sanierung des Naherholungsgebietes

Bisher:
Der Gemeinderat hat erkannt, dass unser Naherholungsgebiet nicht mehr den heutigen Ansprüchen eines attraktiven und reizvollen Erholungsgebietes gerecht wird. Daher wurde nun die Erneuerung in die Wege geleitet. Mit dieser Aufgabe wurde das Ingenieurbüro Evers, Kaiserslautern beauftragt, da es vor Jahren bereits für die erstmalige Herstellung des Naherholungsgebiets verantwortlich war.

Das Naherholungsgebiet im Jahre der Fertigstellung 1984... Das Naherholungsgebiet im Jahre der Fertigstellung 1984...
...und die gleiche Stelle heute. ...und die gleiche Stelle heute.

26. April 2007:
Herr Evers stellt die einzelnen Eckpunkte vor, auf die bei einer Überplanung besondere Rücksicht gelegt werden soll. Unter anderem wurden genannt:

  • Die Ausbesserung der Wege.
  • Der Rückschnitt oder die Nachverdichtung der Gehölze (je nach Situation).
  • Die Befestigung der Uferzonen.
  • Die allgemeine Verbesserung des Spielangebotes.
  • Die Errichtung eines multifunktionale Kleinspielfeldes.


12. März 2008:

Die Planung zur Neugestaltung wird von Vertretern des Ingenieurbüros Evers vorgestellt. Sie sieht folgende Maßnahmen vor:

  • Zugang vom Dorfplatz:
    Schaffung einer neuen Wegeverbindung vom Dorfplatz aus. Entfernung einer Pflanzinsel mit Baum, um den Zugang optisch zu öffnen. Auslichtung des vorhandenen Bewuchses. Straffung der Wegeführung in den Park. Anlage von Schmuckbeeten mit Wechselflor.
  • Jugendtreff "Fruchtpresse":
    Sanierung des Schutzgebäudes für die Fruchtpresse. Verkleinerung der seitlich angeordneten Wegebucht. Ausgestaltung zu robustem Jugendtreff: Ausstattung der Wegebucht mit "Lümmelbänken" und einem Sandsteinblock, der als Ablage oder zum Sitzen geeignet ist. Ausstattung der kopfseitig zur Fruchtpresse gelegenen Ausbuchtung mit Sitzbänken.
  • Holzplattform im See:
    Steg mit Endrondell zum Begehen und Sitzen.
    Aus optischen Gründen als Überbauung des Mönchs, der dennoch zu Wartungszwecken erreichbar bleibt.
  • Uferböschung des Weilerbaches:
    Modellierung der Uferböschung des Weilerbaches, Schaffung von Flachwasserzonen mit Bepflanzung.
  • Seeterrasse 1:
    Einbau einer ovalen Holzplattform zum Sitzen und/ oder Liegen.
  • Brunnenplatz:
    Aus historischen Gründen Erhalt der Brunnenanlage in der bestehenden Form. Erneuerung der Treppe, dauerhafte Hinterpflanzung der U-förmigen Brunnenmauer. Aufwertung des Platzes als Aufenthaltsbereich: Anlage von Schmuckbeeten im Zugangsbereich aus dem Ort. Einrichtung eines Sitzbereichs mit Holzbänken im Bereich des ehemaligen Wassertretbeckens. Ergänzung des Brunnenumfelds durch folgende kinderspielgeeignete Einrichtungen: Ufermodellierung und Anlage eines flachen befestigten Sandsteinbeckens, das über eine offene Rinne aus dem Überlauf des Brunnens gespeist wird. Weiterleitung des Wassers in den Bach durch Überlauf über ein Schotter- und Sandsteinfeld. In diesem Abschnitt Aufweitung des Bachbetts und Ergänzung durch Trittsteine. Anlage eines Sand-Matschplatzes mit separater Spiel-Pumpe zwischen Brunnenhinterpflanzung und dem Weg zur Brücke.
  • Spielwiese:
    Erhalt der vorhandenen Seilbahn. Wiederverwendung bzw. Erhalt von Schaukel, Kleinkarussell und Seilbahn. Einbau einer neuen Balkenwippe.
  • Sporttrainer:
    Aufstellung von 3 Sportgeräten für Personen ab 1,50 m Körpergröße, seniorengeeignet: Beintrainer, Rückentrainer, Ganzkörpertrainer
  • Bolzplatz:
    Schaffung eines Kunstrasenfeldes 20 x 30 m. Ausstattung mit Fußballtoren und Basketballkörben, Ballfangzaun.
  • Spielkreis "Abenteuerspiel":
    Entfernung der vorhandenen desolaten Spielgeräte, Erneuerung der Einfassung mit Palisaden. Unterteilung mit Palisaden in zwei Höhenniveaus, die durch eine Rampe und Klettersteine verbunden sind. Höher gelegener Bereich: zwei Indianerhütten aus Holz und Sandsteinfindlinge auf Rindenmulch. Tiefer gelegener Bereich: ein Spielschiff aus Holz und ein Kletterfelsen aus Beton (mit Klettergriffen) auf Sand.
  • Spielkreis "Kletterspiel":
    Entfernung der vorhandenen desolaten Klettereinrichtung, neue Einfassung mit Palisaden. Einbau einer neuen Kletter- und Spielkombination aus Holz auf Sand.
  • Spielkreis "Kleinkinderspiel":
    Entfernung der vorhandenen desolaten Klettereinrichtung, neue Einfassung mit Palisaden. Unterteilung mit Palisaden in zwei Höhenniveaus, die durch zwei Rampen und eine geschwungene Sitz- und Spielstufe verbunden sind.
    Höher gelegener Bereich: drei Wackeltiere auf Rindenmulch. Tiefer gelegener Bereich: eine kleine Spielkombination mit Rutsche und drei Sandtische auf Sand. Gestaltung der gegenüberliegenden Zone der großen Spielwiese zum Aufenthaltsbereich durch Ergänzung der vorhandenen Bank-Tisch-Kombination um zwei weitere Kombinationen.
  • Tischtennis:
    Erhalt der vorhandenen intakten Tischtennisplatten.
    Austausch des Bodenbelags aus Betonplatten gegen dauerelastische Kunststoffplatten.
  • Seeterrasse II:
    Erweiterung, Abflachung und stufige Modellierung der Uferböschung auf eine Länge von ca. 25 m. In diesem Abschnitt Verlegung des Spazierwegs von der Wasserfläche zurück. Verkleinerung und Ausrundung des derzeit vorhandenen rechteckigen Aufenthaltsbereichs. Einbau von Sitzstufen in die Uferböschung. Befestigung der betroffenen Uferzone bis zur Wasserlinie mit Schotter und Sandsteinen. Anordnung von Zonen blühender Wasserpflanzen rechts und links dieses Aufenthaltsbereichs. Einbau einer halbrunden Sitzbank in den abgerundeten Aufenthaltsbereich.
  • Zugang von der Mackenbacher Straße:
    Aufwertung des Zugangs und des Aufenthaltsbereichs durch Schmuckpflanzungen, Bildung einer Torsituation durch zwei Bäume mit säulenförmiger Krone. Möblierung mit Holzbänken.
  • Allgemeine Maßnahmen im gesamten Areal
    Auslichtung des Uferbewuchses an mehreren Stellen rund um den See, Befestigung abgetretener Uferbereiche mit Schotter und Sandsteinen. Wiederherstellung schadhafter Rasenstellen, Ergänzung von Baum- und Strauchpflanzungen in Randbereichen. Wiederherstellung desolater Einfassungen, Beläge oder Deckschichten der Wege. Versetzen von Bänken und Schaltschränken. Austausch und Ergänzung von Bänken, Ergänzung von Abfallbehältern und Lampen.


Der Ortsgemeinderat Weilerbach stimmt der Planung des Ingenieurbüros Evers zur Neugestaltung des Naherholungsgebietes „Busenwiesen" zu. Für die Gesamtmaßnahme fallen laut Ortsbürgermeister Eberhard Schmitt rund 400.000 Euro an, wobei auf das Kunstrasenspielfeld eine Teilsumme von rund 70.000 Euro entfällt. Aufgrund der Nutzung der Fläche als Veranstaltungsplatz beim Dorffest soll dieses Spielfeld erst dann erstellt werden, wenn das Baugebiet im Bereich des Bahnhofumfeldes mit neuem Veranstaltungsplatz realisiert wurde. Der Umfang der Schmuckbepflanzung sollte wegen der nach sich ziehenden Pflege überdacht werden.

8. Oktober 2008:
Für die Neugestaltung des Naherholungsgebietes "Busenwiesen" waren folgende Maßnahmen ausgeschrieben:
Gewerk 1: Vor- und Erdarbeiten
Gewerk 2: Wegearbeiten
Gewerk 3: Ufersicherung
Gewerk 4: Einrichtungen
Gewerk 5: Betonfertigteile
Gewerk 6: Spielplatz `
Gewerk 7: Matchplatz
Gewerk 8: gärtnerische Arbeiten
Gewerk 9: Fertigstellungspflege
Gewerk 10: Zeitlohnarbeiten

Für diese Leistungen, waren sechs Firmen aufgefordert, Angebote abzugeben. Zum Submissionstermin am 01.10.2008 haben fünf Firmen folgende Angebote abgegeben:
Firma Mast, Niedermohr: 390.643,42 €
2. Bieter: 419.203,20 Euro
3. Bieter: 431.876,94 Euro
4. Bieter: 447.380,21 Euro
5. Bieter: 463.426,04 Euro

Sämtliche Preise sind Bruttopreise. Das Planungsbüro Evers hat die Angebote formal und rechnerisch geprüft.
Nicht ausgeschrieben waren die Dachdeckerarbeiten an der Obstpresse, Schlosser- und Schreinerarbeiten für die Sitzelemente, Elektroarbeiten, der Steg im Weiher und der Bolzplatz. Die Maßnahme soll erst im neuen Jahr zur Ausführung kommen. Lediglich die in den Vor- und Erdarbeiten enthaltenen Baumfällungen sind noch für das laufende Jahr geplant. (ca. 35.000 €).
Die Firma Mast, Niedermohr erhält den Auftrag für die vorbeschriebenen Leistungen zur Neugestaltung des Naherholungsgebietes Busenwiesen. Grundlage ist deren Angebot in Höhe von 390.643,42 € brutto.

Standpunkt der CDU-Fraktion

Peter Urschel Peter Urschel

Wir begrüßen die Maßnahme, denn eine Sanierung ist zweifelsfrei dringend notwendig. Nach langer Zeit der Zurückhaltung größerer Investitionen in das Gebiet und der Ansparung dieser finanziellen Mittel ist es nun endlich möglich, jene enorme Baumaßnahme zu stemmen.

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